Klimaanpassung: Maßnahmen gegen Hitze in Jena

23.06.22


Am vergangenen Samstag wurden in Jena 35,6 Grad Celsius gemessen – Jena war damit die heißeste Stadt Deutschlands. Aufgrund von geographischen und urbanen Merkmalen erhitzt sich Jena deutlich stärker als das Umland. Die Klimakrise wird im alltäglichen Leben der Bürger*innen spürbar. Kathleen Lützkendorf, Co-Fraktionsvorsitzende unserer bündnisgrünen Stadtratsfraktion, thematisiert deshalb in einer Kleinen Anfrage den aktuellen Umsetzungsstand der Jenaer Klima-Anpassungs-Strategie, die bereits 2013 vom Stadtrat beschlossen wurde.

„Besonders Kinder, Senior*innen und Menschen mit Vorerkrankungen sind durch die extreme Hitze gefährdet. Vermehrte Krankenhausaufenthalte und eine höhere Sterberate sind die Folge. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind nur ein Aspekt unter vielen für die Klimaanpassung, aber sie machen besonders deutlich, warum wir dringend handeln müssen. Der Brand in Ammerbach am Wochenende hätte durch die trockenen Bedingungen schnell verheerend werden können. Für die Feuerwehr war der Einsatz eine besondere physische Herausforderung. Auch die Bedingungen für Rettungskräfte müssen in Zukunft berücksichtigt werden“, so Lützkendorf.

Erleichterung können Grünanlagen, Schattenplätze mit Pavillons und Sonnensegeln, Befeuchtungsanlagen, Kaltluftschneisen, vermehrte Entsiegelung, Dach- und Fassadenbegrünungen oder die Einrichtung von Trinkwasserspendern im öffentlichen Raum verschaffen. Eine Vorlage, mit der im Jenaer Stadtgebiet Trinkbrunnen installiert werden sollen, wurde bereits 2019 von unserer Fraktion eingebracht und im Mai 2020 vom Stadtrat beschlossen. Der erste Spender soll demnächst im Paradiespark entstehen.

„In der Beantwortung auf unsere Große Anfrage zur Klimaanpassung aus dem letzten Jahr wurde ein Hitzeaktionsplan angekündigt, der all diese Maßnahmen beinhaltet. Auch die Handlungsempfehlungen der Jenaer Klima-Anpassungs-Strategie, die seit mehreren Jahren vorliegen, geben unter anderem Notfallpläne für vulnerable Gruppen und den Bedarf für Verschattung, Kaltluftschneisen, Grünflächen, Entsiegelung und Fassadenbegrünung vor. Angesichts der schon jetzt rekordhohen Temperaturen und den zu erwartenden zukünftigen Extremwetterlagen fordern wir eine konsequente Umsetzung dieser Handlungsempfehlungen!“, so Vincent Leonhardi, sachkundiger Bürger für unsere Fraktion im Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss.

„Auch langfristig muss es ein Umdenken geben. Genauso wie Klimaschutz muss Klimaanpassung immer und in allen Bereichen mitgedacht werden“, schließt Lützkendorf.

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Energie & Umwelt Stadtentwicklung

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