Auf dem Gelände der berufsbildenden Schule in der Rudolf-Breitscheid-Straße ist Anfang der Woche ein Hakenkreuz mit blauer Sprühfarbe angebracht worden. Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat zwischen Freitagmorgen und Montagmorgen. Zudem wird wegen eines weiteren Hakenkreuzes in der Novalisstraße ermittelt.
Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Jena verurteilt die Schmierereien entschieden. Hakenkreuze sind keine harmlosen Kritzeleien, sondern Symbole der nationalsozialistischen Terrorherrschaft, des Antisemitismus, des Rassismus und der Vernichtung von Millionen Menschen. Wer solche Zeichen in den öffentlichen Raum bringt, verbreitet menschenfeindliche Ideologie und versucht, Angst und Einschüchterung zu erzeugen.
„Hakenkreuz-Schmierereien sind keine reinen Sachbeschädigungen. Das Symbol steht wie kaum ein anderes für die rechtsextreme Ideologie, die Menschen nach ihrer Herkunft, Religion, Behinderung oder politischen Haltung abwertet und ausgrenzt. Wir dürfen solche Zeichen nicht verharmlosen. Gleichzeitig dürfen wir uns von solchen Taten aber auch nicht noch weiter spalten lassen. Wer solche Schmierereien fabriziert, will Angst schüren und Wut provozieren. Die einzige Antwort darauf ist Solidarität miteinander.“, erklärt Julia Burkhardt, Sprecherin des Kreisverbandes.
“Gerade an einer Schule ist es wichtig, klar Haltung zu zeigen. Schulen müssten sichere Orte des Lernens und der demokratischen Auseinandersetzung bleiben – keine Orte, an denen extremistische Symbole unwidersprochen stehen bleiben. Wir erwarten, dass die Schmierereien schnell entfernt und die Vorfälle konsequent aufgeklärt werden. Gleichzeitig braucht es Aufmerksamkeit im Alltag: Antisemitische, rassistische und rechtsextreme Zeichen dürfen nicht normal werden. Wir stehen solidarisch an der Seite der betroffenen Schule und aller Menschen, die durch solche Taten verunsichert oder bedroht werden“, sagt Sebastian Götte, Sprecher des Kreisverbandes.
Der Grüne Kreisverband ruft dazu auf, antisemitische und rechtsextreme Vorfälle ernst zu nehmen, sie zu dokumentieren und den zuständigen Behörden zu melden. Eine Stärke von Jena liegt in der lokalen politischer Bildung, demokratischen Kultur und den zivilgesellschaftlichen Initiativen. Diese sind nun gefordert, für eine Gesellschaft des Miteinanders einzutreten.




