Der Jenaer Stadtrat hat einen entscheidenden Schritt hin zu einer leiseren, moderneren und umweltfreundlicheren Busflotte vollzogen. Mit dem Beschluss bestätigt der Stadtrat, dass die Stadt bei der zukünftigen Erneuerung ihrer Stadtbusflotte konsequent auf vollelektrische Modelle setzt.
Die Entscheidung ist nicht nur ein wichtiger Meilenstein für das Ziel, Jena bis 2035 klimaneutral zu gestalten, sondern auch eine notwendige Antwort auf rechtliche Vorgaben. Durch die europäische „Clean Vehicles Directive“ und das deutsche Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetz sind öffentliche Auftraggeber verpflichtet, verbindliche Mindestquoten für emissionsfreie Fahrzeuge einzuhalten.
Dazu erklärt Heiko Knopf, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN „Die Umstellung auf E-Busse bringt Umweltschutz, weniger Lärm und eine deutlich höhere Lebensqualität für die Anwohner. Unser Ziel ist ein leistungsfähiger, sauberer Nahverkehr, der für alle bezahlbar bleibt. Es ist an der Zeit, dass wir endlich eine verbindliche und langfristige Strategie haben, wie das in Jena umgesetzt wird.“
Um die finanzielle Belastung für die Stadt gering zu halten und gleichzeitig ein qualitativ hochwertiges Verkehrsangebot sicherzustellen, setzt der Stadtrat auf die Ausschöpfung von Förderprogrammen auf Landes- und Bundesebene. Parallel zur Flottenmodernisierung wird ein Investitionsmasterplan für den Ausbau der Ladeinfrastruktur und der Fahrzeugwerkstätten entwickelt.
„E-Busse haben sich in vielen deutschen Städten bereits gut etabliert und bewährt. Die Umstellung darf aber nicht zu Lasten des Jenaer Linienangebots gehen. Deshalb ist es uns wichtig, dass die Modernisierung wirtschaftlich klug und unter voller Nutzung aller Fördermittel erfolgt“, ergänzt Stadtrat Vicent Leonardi, Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss.
Die Stadtverwaltung soll dem Stadtrat in den nächsten Monaten über die Fortschritte und die detaillierten Planungen berichten.



