Die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Jena hat sich vergangene Woche mit Benjamin Engelhardt, einem von drei Geschäftsführenden der Baskets Jena GmbH, zu einem Austausch über die zukünftige Förderung des Basketballs in der Stadt getroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die strukturelle Unterstützung des Vereins, die Stärkung der Nachwuchsförderung sowie die Vernetzung mit lokalen Unternehmen und der Kommunalpolitik – insbesondere vor dem Hintergrund des Aufstiegs des Teams Science City Jena in die 1. Basketball-Bundesliga (BBL) im vergangenen Jahr.
Der sportliche Erfolg – unterstrichen durch eine Serie von 18 Siegen in Folge zwischen Dezember 2024 und April 2025 – stellt den Verein vor neue Herausforderungen: erhöhte Infrastruktur-Anforderungen, strengere Lizenzauflagen und eine größere finanzielle Verantwortung. Benjamin Engelhardt betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit verbesserter Rahmenbedingungen, etwa durch die Förderung ehrenamtlichen Engagements oder innovative Kooperationen wie ein Kombi-Ticket für den Jenaer Nahverkehr für Zuschauende.
Die Baskets Jena GmbH, die als Betreibergesellschaft des Profi-Teams fungiert, finanziert sich primär über Sponsoring und setzt auf regionale Partnerschaften, etwa mit dem Club elf5 Jena. Gleichzeitig leistet der Verein mit seiner zertifizierten Nachwuchsarbeit – als einziger Standort dieser Art in Jena – einen zentralen Beitrag zur Jugendarbeit und sozialen Integration. Projekte wie SPORT VERNETZT Jena oder Trainingsangebote von der U8 bis zur U19 unterstreichen die gesellschaftliche Bedeutung des Basketballs in der Region.
Christina Prothmann, Fraktionsvorsitzende der grünen Stadtratsfraktion, erklärte hierzu: „Basketball in Jena ist mehr als Sport – er verbindet Generationen, fördert Integration und stärkt den Zusammenhalt in unserer Stadt. Als Grüne wollen wir sicherstellen, dass die strukturellen Rahmenbedingungen stimmen: von Trainingsräumen über Ehrenamtsförderung bis hin zu innovativen Kooperationen wie Kombi-Tickets für den ÖPNV. Der Aufstieg in die BBL ist eine Chance für die ganze Stadt – doch wir brauchen jetzt verlässliche Partner, um diese Dynamik nachhaltig zu nutzen.“
Die Fraktion sprach sich dafür aus, die bestehenden Ansätze der Baskets Jena GmbH zu unterstützen und die Zusammenarbeit mit der Stadt zu intensivieren – etwa durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten oder gezielte Förderprogramme für ehrenamtliches Engagement.
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