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Ameisenplage in Jena

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,


auch in Jena breitet sich die Ameisenart „Lasius Neglectus“ aus. Diese aus dem Mittelmeerraum eingeschleppte Art hat sich in Süddeutschland schon ausgebreitet und agiert anders als heimische Arten. Sie vermehrt sich rasant und bildet s.g. Superkolonien. Dies hat Folgen für Flora und Fauna aber auch die Infrastruktur (Unterhöhlung von Straßen und Gebäuden, Kabelbeschädigung etc.) und Menschen. Wer in der Nähe einer Superkolonie lebt, hat mit massiven Ameisenbefall zu kämpfen.


Dieses Jahr sind bereits im Februar erste Aktivitäten in den Gebäuden rund um den Philosophenweg, Kritzegraben, Am Planetarium beobachtet worden. In einer Dokumentation des SWR vom Oktober 2025 (Titel: Invasion der Ameisen – Die unterschätzte Gefahr?1) wird deutlich, welche Auswirkungen die Ameisen auf die Lebensqualität von Menschen haben können, insbesondere bei unsystematischer und nachlässiger Herangehensweise. Auf die Bedeutung umfassender kommunaler Strategien wird dabei auch hingewiesen.


Vor diesem Hintergrund frage ich die Stadtverwaltung Jena:
1. Was ist der Stadt Jena hinsichtlich der Ausbreitung und Auswirkung der Lasius Neglectus im Stadtgebiet bekannt? Welche Hotspots wurden bereits identifiziert?
2. Welche Überlegungen und strategischen Ansätze existieren bereits zum Umgang mit den Ameisen?

Wie erfolgt die weitere Information der Bevölkerung und die Einbindung relevanter Akteure (z.B. Schädlingsbekämpfer, Gartencenter etc.)

Im Voraus schon vielen Dank für die Beantwortung.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Volkmer

1https://www.youtube.com/watch?v=ESkeAoLb6Nw