Unterstützung für Gründerinnen und Gründer

23.04.21

 

Wie gut ist die Stadt als Standort für neue Unternehmen aufgestellt? Welche Faktoren müssen verbessert werden? Am Donnerstag, den 8. April, suchten wir im Rahmen des Grünen Stadtgesprächs „Gründen in Jena – da geht was?!“ dazu mit Gründer*innen und Expert*innen das Gespräch.

„Wir nehmen aus diesem Abend mit, dass wir das Gründungsklima mehr in die Stadtentwicklung mit einbeziehen müssen,“ resümiert unser Fraktionsvorsitzender Heiko Knopf. „Die Berichte der Expert*innen waren sehr aufschlussreich. Es bedarf besserer Vernetzungsangebote, um das Potenzial der Szene auszuschöpfen. Besonders deutlich wurde, dass von Seiten der Politik mehr Gesprächs- und Unterstützungsangebote gewünscht werden.“

Das Podium setzte sich aus Gründer*innen sowie Vertreter*innen aus Wirtschaft, universitären Kreisen und unterstützenden Initiativen zusammen. Diskutiert wurden u.a. der Flächenmangel für Neugründungen, die Rolle der familiären und schulischen Prägung für spätere Berufsbilder, Parität und Gleichstellung im Bildungsweg und Unternehmen sowie die lange Geschichte Jenas als Gründungsstandort.

„Man kann Gründer und Gründerinnen nicht zum Jagen tragen – aber man kann sie wohlwollend begleiten“, meint Sebastian Händschke vom Digital Innovation Hub Photonics (DIHP), der Gründungsplattform für Optik und Photonik am Beutenberg. Die Notwendigkeit des Dialogs zum Thema ist für ihn nicht von der Hand zu weisen. „Für mich stellt dieses Gespräch einen Anfang eines hoffentlich bleibenden lebhaften Austausches von Servicezentren, Gründerinnen und Gründern und Politik dar.“

Die derzeitige Pandemiesituation erschwere es insbesondere, sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und die eigene Idee mit Netzwerkpartner*innen voranzutreiben. Gerade ein funktionierendes Team und ein zuverlässiges Netzwerk seien jedoch von zentraler Bedeutung für Jungunternehmer*innen: „Mit einer Idee allein fühlt man sich als Gründerin schnell verloren, da es abseits von innovativen Ideen unzählige Baustellen für den Erfolg eines Unternehmens gibt,“ berichtete Viktoria Rothleitner, die im vergangenen Jahr das Start-Up ‚polytives‘ mitgründete.

Lokale und überregionale Initiativen stellten ihre Unterstützungs- oder Finanzierungsangebote vor, so z.B. das Coworking-Space „Kombinat 01“ und der Gründerservice der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena oder die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung (STIFT) in Thüringen. Besonders hervorgehoben wurde die Rolle von Frauen in der Gründerszene. „Für die Sichtbarkeit von Frauen als Gründerinnen sollte mehr getan werden, denn diese Frauen fungieren als Vorbilder für die nächste Generation von Unternehmerinnen,“ so Christiane Kilian (STIFT Thüringen).

„Das Feedback zeigt uns, dass wir weiter im Gespräch bleiben und das Thema auch in der Stadtratsarbeit setzen müssen. Von der Schulbildung, der Vernetzung der Institutionen und der Digitalisierung bis hin zur Stadtentwicklung und der ausreichenden Bereitstellung von Flächen für Gründungen gibt es für uns einiges zu tun,“ fasst unsere Stadträtin Kathleen Lützkendorf zusammen.

Das Gespräch ist weiterhin auf Facebook und YouTube zu finden.

Kategorie

Bildung Gleichberechtigung Wirtschaft

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