15.06.2021

Paradiespark bleibt Freiraum

 

Die grünen Fraktionärinnen Ines Morgenstern und Kathleen Lützkendorf sowie der grüne Ortsteilbürgermeister in Jena-Süd, Adam Schlüssler, betonen angesichts der aktuellen Debatte um die Situation im Paradiespark die Forderung nach mehr Freiräumen für Jugendliche in Jena. Bereits im Mai hatten wir uns in unserem Grünen Stadtgespräch mit dem Titel "Freiräume für Jugendliche - vertrieben aus dem Paradies?!" mit diesem Thema beschäftigt. Am Online-Podium nahmen auch Streetworker*innen, Jugendarbeiter*innen und Jugendliche teil.

Lärmbelästigung, Sachbeschädigung und Gewalt werden von uns ausdrücklich verurteilt. „Die Antwort kann aber nicht immer nur ‚mehr Polizei‘ heißen. Junge Menschen sind in den vergangenen Monaten einfach zu kurz gekommen. Sie haben zum allergrößten Teil alle Einschränkungen der Pandemie mitgetragen und sich solidarisch verhalten. Jetzt sind wir in der Pflicht, ihre Interessen ernst zu nehmen. Ein paar Testveranstaltungen im Paradies werden dafür nicht ausreichen“, sagt Ines Morgenstern, die auch Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses ist.

Dazu Kathleen Lützkendorf, grüne Stadträtin und Ortsteilbürgermeisterin des Jenaer Zentrums: „Es braucht mehr Angebote, attraktive Aufenthaltsorte und Dialogformate auch mit den umliegenden Gemeinden. Kurz: Eine umfassende Strategie für den Sommer, angeführt durch den Oberbürgermeister, damit die Aufenthaltsqualität für alle Menschen in der Innenstadt wieder steigt. Dazu gehören selbstverständlich auch die Anwohnerinnen und Anwohner.“

„Für ein harmonischeres Zusammenleben rund um den Paradiespark brauchen wir eine ausreichende Anzahl an Toiletten, die auch in den Nachtstunden noch zugänglich sind, mehr Papierkörbe, freie Sport- und Spielangebote, viele Anlaufstellen und Projekte im Sommer. In der Polizeiarbeit sollte mehr auf deeskalierende Maßnahmen gesetzt werden, beispielsweise durch mehr Fußstreifen. Auch Schutzräume für von Gewalt betroffene Menschen sind nötig“, ergänzt Adam Schlüssler, der Ortsteilbürgermeister in Jena-Süd. 

„Unsere bisherigen Gespräche zeigen, dass sich im Dialog viele gute Lösungen für alle Beteiligten erzielen lassen. Genau die braucht es jetzt für den Sommer. Deshalb unterstützen wir einen Jugendgipfel unter der Federführung des Oberbürgermeisters mit Streetworker*innen, der Polizei, der Gastronomie im Paradiespark und natürlich jungen Menschen“, bekräftigt Ines Morgenstern.

Wir werden in den kommenden Wochen unsere im Frühjahr geführten Gespräche mit jungen Menschen wie auch mit Vertreter*innen der Behörden fortsetzen, um den Neustart-Sommer für alle Teile der Gesellschaft zu ermöglichen.

URL:https://gruene-jena.de/aktuelles/aktuelles-detail/article/paradiespark-bleibt-freiraum/